Das Jahr 2012 neigt sich nun dem Ende zu und von den Wiesenschlümpfen gibt es eine Menge zu berichten. Unsere Schlumpfsaison 2012 begann nach dem Faschingsurlaub am 18.03.2012, da viele der Schlümpfe sich nicht nur für die Natur einsetzen, sondern auch mit ihrem Talent für Tanz und Maskerade auch die Faschingsgesellschaft in Zaisertshofen tatkräftig unterstützen. Wir bekamen ganz lieben Besuch von Frau M. Schirutschke von der Naturjugend in Schwaben. Zusammen gestallteten wir mit den Eltern der Wiesenschlümpfe den Nachmittag, damit sich die Eltern ein kleinen Eindruck von der Arbeit der LBV und der Naju machen konnten. Zu diesem Anlaß brachte uns Frau Schirutschke zahlreiche Naturspiele mit. Wir machten ein Gemälde mit Waldutensilien und ein tolles Koordinationsspiel. Was den Kindern am Besten gefallen hat war ein Baum-Ratespiel, bei dem die Kinder mit verbundenen Augen zu verschiedenen Bäumen geführt wurden. Sie durften die Bäume ertasten und erfühlen und mußten an unseren Ausgangspunkt anschließend erraten, welchen Baum sie besucht hatten. Für uns alle war es ein richtig toller Nachmittag für den wir uns, auf diesem Wege nocheinmal bei Frau Schirutschke bedanken möchten.

Einen Monat darauf machten wir einen tollen Ausflug zu den Teichen an der Obst/- Gartenbauhütte in Zaisertshofen. Mit unseren Becherlupen machten wir uns auf den Weg die hiesigen Teichlebewesen kennen zu lernen. Die Kinder fanden ein Vielzahl von Kaulquappen verschiedener Art, Wasserläufer und auch kleine Fische. Auch verschiedene, wildwachsende Kräuter und Teichpflanzen blieben uns nicht verborgen. Da es die Kinder brennend interessierte, wie sich die Kaulquappen weiter entwickeln werden, beschlossen wir, mit der Erlaubnis und Obhut der Eltern ein paar Kaulquappen mit zunehmen, um ihre Entwicklung weiter zu beobachten. Die Erfolgsrate lag bei 60% . Allerdings waren die Fröschlein an einer Auswilderung nicht interessiert, da sie ein tolles Zuhause im Gartenteich einer unserer Wiesenschlümpfe gefunden haben.

Das nächste Treffen fand im Bad Wörishofer Kurpark, unter dem Motto Kräuter- und Vogelkunde statt. Wir sahen uns gemeinsam die wundervoll angelegten Kräutergärten an und verglichen bzw. erweiterten unsere Kenntnisse bezgl. der einzelnen Pflanzen. Wir fanden auch einen fantastischen kleinen Froschteich, der uns alle gleich wieder an unsere eigenen kleinen Kaulquappen vom letzten Treffen erinnerten. Nach einer kleinen Spielpause am Kurparksandstrand besuchten wir die Singvögel und das Nutztiergehege. Als eigentlicher Star dieses Geheges entpupte sich Herr Pfau, der so eindrucksvoll seine Räder schlug, daß nicht nur Frau Pfau sich wie hypnotisiert an seiner Schönheit labte. Als nächstes schländerten wir durch den traumhaften Rosengarten. Mit seiner riesigen Artenvielfalt, Farben und Düften versüßte er uns den Rückweg. Nach einer kleinen, abkühlenden Rast am Wassertrettbecken ließen wir den Nachmittag entspannt ausklingen.

Der Ausflug im Juni ließ uns in die "Lüfte" gehen. Wir besuchten die Lochbrunner Falknerei in Kirchhaslach und wurden positiv von der Artenvielfalt von ca. 200 Tieren überrascht. Im Vordergrund standen natürlich die Raubvögel. Wir erfuhren von Felix, dem Sohn des Falkners eine Menge über die Verhaltensregeln, Haltung, Züchtung und Fütterung bezgl. der Falken-, Adler- und Geierarten, sowie auch dem Raben. Wir durften sogar die Inkubatoren ansehen und die leeren Eier besichtigen und betasten. Was die Wiesenschlümpfe sehr verblüffte war, daß Felix ca. 2 Jahre älter ist, als die einzelnen Wiesenschlümpfe selbst und das er trotz allem schon ein so ausgesprochen umfangreiches Wissen über seine Tiere und die Natur hat. Ein großes Interesse widmeten die Wiesenschlümpfe auch den Mardern, dem Rotwild und dem Hofdackel Namens "Gauner". Das Highlight zu guter Letzt - die Reptilien und Riesenschlangen. Zum Abschied durften sich die Kinder noch ein paar Federn ihrer Lieblingsvögel heraussuchen und bekamen noch eine kleine Erfrischung von Felix und seinem Papa geschenkt.

Die Imkerei in Tussenhausen war im Juli unser nächstes Ziel. Wir erfuhren eine ganze Menge über die Imkereizunft und der Haltung von Bienen. Besonders spannend war, wie so ein Bienenstock aufgebaut ist und welche Schädlinge den Bienen zu schaffen machten. Der Imker brachte uns zu diesem Thema die aus Afrika eingeschleppte Varoa-Milben näher und erklärte uns wie sie sich bei den Bienen einnistet und jede einzelne zerstört. Aber auch wir konnten den Imker sehr überaschen, da wir tatsächlich auf 2 seiner Bienen diese besagten Milben entdecken konnten, was er selber noch gar nicht gesehen hat. Vielleicht konnten wir durch diese Entdeckung seine restlichen Bienchen retten. Das hofften zumindest die Kinder, Silvia und ich sehr. Zu guter Letzt hatten wir noch das Vergnügen viele Fragen, bei einem Glas selbstgemachten Apfelsaft zu stellen und verkosteten noch einige verschiedene und absolut leckere Honigvarianten.

Im August stand unser Sommerfest auf dem Plan und es war grandios. Wir besuchten zusammen mit Silvia Schulz (meiner Vorgängering) und Herrn Ziemer vom LBV die Katzbrui-Mühle. Die Wiesenschlümpfe erfuhren eine Vielzahl von spannenden Aspekten über die Getreideverarbeitung und Mehlherstellung im Mittelalter. Desweiteren erfuhren wir auch eine Menge über die Mühle selbst und über das Umland. Anschließend machten wir einen kleinen Spaziergang im Wald an den wunderschönen Bachläufen und Teichen vorbei an denen sich die Kinder gerne ein bißchen die Zeit vertrieben haben. Herr Ziemer klärte uns während des Spazierganges über diverse Wegrandpflanzen auf und erzählte uns Wissenswertes über Schnecken. Zum Mittagessen kehrten wir in der Katzbrui-Mühle ein und stärkten uns mit verschiedenen Leckereien. Zu dieser Zeit stieß Herr Frehner, der Vorstand des LBV`s zu uns, um nach dem Essen unsere Ehrenschlümpfe zu verabschieden. Im Vordergrund stand unsere Ehrenschlumpfine Silvia Schulz, die sich nun nach langjähriger Wiesenschlumpfarbeit verabschiedet hat. Die Wiesenschlümpfe und ich bedanken uns auf diesem Wege auch noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement und Hilfsbereitschaft.

Schon stand der September vor der Tür, indem sich die Wiesenschlümpfe dazu entschlossen haben ihren Beitrag zur Apfelernte zu leisten. Leider war es uns nicht möglich gemeinsam die nötigen Äpfel zu sammeln. Deswegen entschlossen wir uns, daß ein jeder von uns ein paar Äpfel zum Obst-/ Gartenbauverein Zaisertshofen mitbringt. Bis wir zum Apfelmosten dran waren, wurden uns die einzelnen Vorgänge in und um die Mostmaschine erklärt. Außerdem durften wir dem Obst-/ Gartenbauverein dabei helfen, den bereits gemosteten Apfelkompost auf dem Komposthänger richtig zu positionieren, was wir auch mit viel Spaß und vollem Körpereinsatz machten. Das Entsaftungsergebnis unserer mit gebrachten Äpfel konnte sich ebenfalls durchaus sehen lassen. Es waren 30 Liter, die wir zum Wohl der Wiesenschlümpfe im engeren Familienkreis verkauften.

Den Betrag, den wir eingenommen haben, war genau richtig, um abschließend für dieses Jahr daß Fischereimuseum in Bad Wörishofen zu besuchen. Mitte Oktober war es auch soweit. Wir wurden von Frau Mayer persönlich, der Leiterin und Gründerin des Museums, durch ihr kleines Reich geführt. Sie berichtete uns allerhand Aufregendes über einheimische und auch exotische Fischarten. Frau Mayer faszinierte uns Wiesenschlümpfe mit ihrem umfangreichen Wissen und kunstvoll hergestellten, fantasievollen Figuren aus Gräten, die sie mit Unterstützung ihrer Kinder gefertigt hat. Die vielen verschiedenen Fischexponate brachten uns noch mehr zum staunen, als wir erfuhren, daß Frau Mayer mehr als die Hälfte, seit der Museumsgründung 1993 selbst präpariert hat. Sie ließ uns an ihren Erinnerungen von Norwegen, Skandinavien und der Nordsee teilhaben, bei der sie so oft und so gerne gefischt hat.

Wir haben dieses Jahr so viele interessante Abenteuer erlebt und wahnsinnig viele tolle Menschen kennen gelernt, daß es etwas schade ist, daß die Wiesenschlümpfe schon früher in die Faschingspause gehen müssen, da ich bald meinen 2. Babyschlumpf bekomme. Wir freuen uns aber schon auf ein baldiges Wiedersehen im Jahr 2013 und sagen bis dahin....Pfüa Gott.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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